Thursday, August 16, 2018

“He’s got the whole wide world in His hands”

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Wer entscheidet, was wir wählen?- Jan Fluit

Ich lese aus dem Propheten Daniel, Kapitel 3 ab Vers 1: Der König Nebukadnezar machte ein Bild aus Gold: seine Höhe betrug 60 Ellen, seine Breite 6 Ellen. Er stellte es auf in der Ebene Dura, in der Provinz Babel. Und der König Nebukadnezar sandte Boten aus, um die Satrapen, die Statthalter und die Verwalter, die Berater, die Schatzmeister, die Richter, die Polizeibefehlshaber und alle Oberbeamten der Provinzen zu versammeln, damit sie zur Einweihung des Bildes kämen, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte. Daraufhin versammelten sich die Satrapen, die Statthalter und die Verwalter, die Berater, die Schatzmeister, die Richter, die Polizeibefehlshaber und alle Oberbeamten der Provinzen zur Einweihung des Bildes, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte; und sie standen vor dem Bild, das Nebukadnezar aufgestellt hatte. Und der Herold rief laut: Euch wird befohlen, ihr Völker, Nationen und Sprachen: Sobald ihr den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Harfe, der Laute, des Dudelsacks und alle Arten von Musik hört, sollt ihr niederfallen und euch vor dem goldenen Bild niederwerfen, das der König Nebukadnezar aufgestellt hat. Wer aber nicht niederfällt und anbetet, der soll sofort in den brennenden Feuerofen geworfen werden. Deshalb, sobald alle Völker den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Harfe, der Laute und alle Arten von Musik hörten, fielen alle Völker, Nationen und Sprachen nieder, indem sie sich vor dem goldenen Bild niederwarfen, das der König Nebukadnezar hatte aufstellen lassen.

“Deshalb”(V.7) also. Daraus spricht Logik und Selbstverständlichkeit. König Nebukadnezar stellt ein riesiges Bild auf, mit einer Riesenhöhe von 30 Metern! Das ist beeindruckend. Er stellt es auf, während er alle wichtige Leute dabei einlädt. Diese Leute kommen also, weil er es befohlen hat. Schließlich ist er der König, er entscheidet, daß sie kommen müssen. Er entscheidet auch, daß sie niederfallen und vor dem Bild anbeten sollen. Deshalb ..tun sie das.

Wir wollen das auf unser eigenes Leben beziehen und darum frage ich: Wie ist es um unser “ deshalb” bestellt ? Welche Selbstverständ-lichkeit gibt es in unserem Leben, wo dieses “deshalb” zutrifft ? Von dir werden Sachen verlangt, gefordert, es wird Druck auf dich ausgeübt, “ deshalb” machst du es, gibst du nach . Es gibt so viele Systeme – wir wollen hier nicht alle Systeme in Betracht nehmen, sondern vor allem die geistlichen Systeme, die man ausgedacht hat – deren Anforderungen man ohne weiteres erfüllt. Das ist nicht anders, so sind die Anforderungen. Manchmal wird gesagt: “Ob du Lust hast, ist nicht wichtig .. Ich sage es, also machst du es”. Du tust das, was von dir verlangt wird. Weil jemand ein riesiges Bild gemacht hat, der obendrein auch noch die Macht hat, der hat es gesagt. Man hat also ein zweifaches Problem: Das Bild ist so beeindruckend und auch derjenige, der dahinter steckt. Wäre das letzte nicht der Fall, dann wäre es noch nicht so schwer. Aber der, der dahinter steckt, der hat soviel Macht, nicht wahr?

Man hat also praktisch keine Wahl. Denn, wenn man nicht gehorcht, dann wird man “ umgebracht”, und deshalb macht man es. Man spürt einfach eine Drohung hinter manchen Sachen, sodaß man deshalb nur gehorchen kann. Aber möchtest du das auch? Möchtest du gelebt werden ? Wer möchte nun Sklave sein? Wer würde sich dafür entscheiden? Keiner doch? Aber trotzdem gibt es viele Leute, die gelebt werden, und die sich daran so gewöhnt haben, das dieses Muster ihr Leben geworden ist. Sie sind einfach so geworden. Manche sogar, die sich beispielsweise schon niederwerfen, ehe das Bild aufgestellt worden ist. Ist so deine Art und Weise von Leben geworden ? Ist es selbstverständlich, weil es etwas ist, das stärker ist als du bist, und deshalb machst du es so? So entsteht eine eigene Struktur, von wo aus wir Dinge tun und unser Leben führen.

Aber nach welchem Lebensmuster lebst du? Weil alles andere doch keinen Sinn hat? Welche Bilder sind nicht alle schon aufgestellt worden?

In dieser Geschichte geht es nicht um die Satrapen, Statthalter und Verwalter usw. Es geht letztlich um Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Diese drei jungen Männer . Und das Bild hat nur ein Ziel: diese drei jungen Männer sollen umgehauen werden. Die anderen Leute machen sowieso, was Nebukadnezar mit dem Bild will; aber diese drei , die werfen sich vor jemand anders nieder. Und der Böse verträgt es nicht, daß sie sich vor jemand anders niederwerfen. Deshalb muß man also etwas Riesiges und Beeindruckendes aufstellen.

Es sollte uns klar sein: Wo man mit bösen Geistern zu tun hat, da geht es um nichts Geringes ist, sondern sie können riesig Groß sein.

Im Menschenleben können Sachen so groß werden, daß ihr Leben mit diesem Bild, mit dem sie konfrontiert werden, erfüllt wird. Man sieht einfach nichts anderes mehr, der Blick auf Gott ist getrübt, die schöne Aussicht auf Ihn ist weg. In deinem Blick kann ein Bild stehen, das so groß ist, daß du alles andere gar nicht mehr sehen kannst. Jemand kann mit dir darüber reden, aber du bist völlig verwirrt durch das Bild, das in deinem Leben aufgestellt worden ist, mit aller Drohung die dazu gehört. Ja, man kann darüber reden aber nichtdestotrotz bleibt dieses Bild. Das Bild, das sagt, daß du nichts taugst, das dir nie etwas gelungen ist, daß du nie erfolgreich gewesen bist, das Bild, das du hast von bösen Geistern, die in deinem Leben wirken, aber wo du erkennen mußt, daß die besonders viel Macht haben. Das gibt es einfach und dabei die Drohung, daß du dich beugen und gehorchen sollst. Deshalb fällst du nieder, und es ist immer wieder erfolgreich, was jener falsche König sich ausgedacht hat, mit allen Folgen, die daraus hervorkommen werden.

Denn wenn man einmal mit “deshalb” angefangen hat, ist es eigentlich selbstverständlich, daß man auf diesem Weg weitergeht.

Darum bedient sich der Teufel so gerne mit diesen scharfen Patronen, durch die man immer wieder an die eigene Schwäche erinnert wird, z.B.: Seine Größe. Er macht dich immer wieder darauf aufmerksam, daß du der Verlierer bist. Oder du wirst immer an etwas bestimmtes aus deiner Vergangenheit erinnert, wodurch dein Leben geprägt worden ist. Es wird nicht leicht sein, das loszuwerden, deshalb wird es wohl schwierig sein. Es ist fast unmöglich, unseren Weg zu gehen, wenn wir immer festhalten an dem, was sich immer wieder in unserem Leben geltend macht. Weil soviel Beweis dagegen steht, ist es auch so schwierig es loszu werden, selbst wenn man es loswerden möchte.

Es ist möglich, daß wir nicht anders denken können, daß wir immer wieder denken: “Hier geht es jedesmal schief”. Manchmal sagen Leute: Das ist eben meine Schwäche ! Punkt statt Komma. Das ist zwar meine Schwäche, aber das wird es nicht bleiben. Ich gehe weiter, ich werde mich nicht niederwerfen vor dem, wovor ich niedergefallen bin. Es mag zwar so gewesen sein, aber es bleibt nicht länger mein Ausgangspunkt. Ich habe einen anderen Ausgangspunkt: Ich habe einen Gott, der lebt ! Es kann alles mögliche aufgestellt werden, mit dem Ziel, mich zu beugen, aber ich habe mich entschieden, mich nicht niederzuwerfen. Um es klipp und klar zu sagen: Ich breche mit diesem alten Lebensmuster, wovon ich immer sagte: “Deshalb kann ich nicht weiter, hier bleibe ich stecken. Meine Vorfahren, meine Kinder, meine Situation, meine … Ich kann deshalb nicht weiter”. Statt dessen sagen wir: Es gibt zwar diese Tatsachen, aber ich schließe nicht mehr daraus, daß ich deswegen nicht fortfahren kann, oder daß ich mich niederwerfen und Sklave werden sollte. Ich bin zwar ein Sklave gewesen, aber es gefällt mir außerordentlich gut, es nicht länger zu sein und ich will es auch niemals mehr sein. Besser gesagt: Ich werde niemals mehr Sklave werden. Und das sind keine große Worte, sondern der Herr hat gesagt: “Ich behüte dich” , denn das ist der Kern der Sache. Das hat nichts mit Wichtigtuerei zu tun. Du verweist nämlich auf jemand, der gesagt hat, daß er dich behütet Tag und Nacht und daß er in der Not bei dir ist, dich befreit und zu Ehren bringt. Ich verweise auf Jesus und meinen Vater, der mich, solange ich ihn kenne, noch nie enttäuscht hat. Er bleibt zuverlässig. Er ist ein Mann seines Wortes, bei dem ich immer wieder zu mir selbst finde. Wenn er redet, fühle ich mich wie zuhause, kann ich ich selbst sein, finde ich Ruhe, kann ich mich über die alltäglichen Verhältnisse erheben. Dann kann jemand anderes Bilder aufstellen, soviel er Lust hat, aber das sind seine Bilder. Es ist das Bild von jemand anders, es ist seine Entscheidung und nicht meine Entscheidung. Dreißig Ellen, sechzig Ellen, hundert Ellen, es bleibt egal wieviel. Es ist wichtig, sich nicht von den Dimensionen des Gegners beeindrucken zu lassen. Mir fällt auf, daß in der Bibel manche Geschichte steht, wo die Rede ist von der Größe des Gegners, z.B. Goliath. Aber hat David über die Größe von Goliath geredet ? Nicht einmal. Er redet von der Größe seines Gottes und nicht über die Größe von Goliath. Davon reden nur die anderen.

In unserer Geschichte ist die Rede von drei Männern, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, die sich nicht zu Boden werfen, wenn die Musik anfängt, zu spielen. Das muß anderen auffallen. Wenn alle liegen und du allein stehen bleibst, kerzengerade, vielleicht noch mehr gerade als sonst, im Sinne : WIR stehen ! Und nicht: Wir wollen dafür sorgen, daß wir nicht auffallen . Nein, sie standen aufrecht. Es ist eigentümlich, daß es immer wieder Leute gibt, die das weitererzählen müssen. Manchmal denke ich, warum ist es notwendig, daß so ausführlich besprochen werden muß, wofür ein anderer sich entschieden hat? Warum muß darüber gelacht werden? Warum sich über einen lustig machen ? Über dieses “warum “ müßte man eigentlich auch nicht zu lange nachdenken, denn sonst wird das auch wieder zum “Bild” , vor dem wir uns niederwerfen, gegen unseren Willen, uns absolut nicht beugen zu wollen. Aber dann müßte es keine Leute geben, die Druck auf mich ausüben, oder die mich an der Nase herumführen oder mich lächerlich machen ! Denn dann würde ich mich aller Wahrscheinlichkeit nach wieder niederwerfen. Wir müssen unbedingt mit dem Gedanken : “Ich bin kein Sklave, es sei denn, daß…” brechen. Und du kannst selbst wohl bedenken, was für deine eigene Lage gilt. Wenn das nur nicht passiert und das nicht, und man das nicht sagt, dann … Und wenn ich dieses oder jenes nur nicht zu Gesicht bekomme, dann geht es wahrscheinlich gut. Warum diese Bedingungen ? Hat Gott das gesagt? Niemals hat er das gesagt !

Im 9.Vers von diesem Kapitel treten diese Männer aus Babel hervor, die auf Nebukadnezar zugehen und sagen : “O König, lebe ewig ! Es gibt 3 Leute, die, sobald man den Klang der Musik hörte, sich gar nicht niedergeworfen haben. Sie haben sich nicht zu Boden geworfen. Und du hast doch ganz klar gesagt, daß jeder, der das nicht tun würde, in den Feuerofen geworfen wird”. Sofort gibt es hier diese Drohung! Beeindruckendes Gerede, wodurch man sich Schlachtopfer fühlt ! Denn sofort gibt es dann eine bestimmte Atmosphäre, in der man denkt : Ich weiß nicht, ob ich dieser Situation wohl gewachsen bin. Wenn das überhaupt in Frage käme, denn einem Feuerofen ist man ja nie gewachsen. “Diese Männer, o König, schenken dir keine Beachtung”. Und was Falsches haben sie gemacht? “Deinen Göttern dienen sie nicht und vor dem goldenen Bild, das du aufgestellt hast, werfen sie sich nicht nieder”. Gibt es schlechtere Leute ? “Du bist aber ein großer König, lebe ewig ! Diese Leute aber gehorchen nicht !

Du bist ein so wichtiger Fürst, dein Befehl war immer Gesetz ! Und jetzt gibt es hier 3 Männer, die einen anderen Gott haben”.

Das ist der Engpaß: In Babel haben die Leute einen anderen Gott, den sie überhaupt nicht kennen. Aber man nimmt es anderen, die ihrem Gott nicht folgen wollen, übel, daß sie das nicht tun. Zu meinem großen Erstaunen habe ich wohl erlebt, daß Menschen sehr negativ auf eine geistliche Gedankenäußerung reagieren können, auf einen geistlichen Gedanken, den man unter gewissen Umständen nennt, weil man einfach sagt, was man glaubt. Es fällt mir immer mehr auf, daß man gegenüber allem möglichen sehr tolerant ist, aber dem Herrn völlig gewidmet sein und so leben wollen, und dieses Leben als normal betrachten, das wird nicht toleriert ! Die Toleranz ist groß, aber nicht dem Evangelium des Himmelreichs gegenüber. Das ist so eigentümlich.

Und was macht der Nebukadnezar ? Er zürnt und gebietet, daß man Schadrach, Meschach und Abed-Nego hole und daß man sie vor ihn bringe. Sie werden zunächst vorgeführt und dann lesen wir etwas sehr Interessantes: Der König sagt: Ist es Absicht, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, daß ihr meinen Göttern nicht dient und euch vor dem goldenen Bild, das ich aufgestellt habe, nicht niederwerft ?

Stell dir mal vor, daß sie erwidert hätten: Nein, es war ein Versehen !…Ist es Absicht ? Natürlich ist es Absicht ! Wir bitten um Verzeihung, aber wir sind versehentlich stehen geblieben , während sich jedermann niedergeworfen hat … Ist es Absicht ? Diese törichten, zwecklosen Fragen, die deine Zeit beanspruchen wollen. “Nun, wenn ihr bereit seid, zur Zeit, da ihr den Klang des Horns usw. und alle Arten von Musik hören werdet, hinzufallen und euch vor dem Bild niederzuwerfen, das ich gemacht habe …bedrohende Stille. …Wenn ihr euch aber nicht niederwerft, dann werdet ihr sofort in den brennenden Feuerofen geworfen. Und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand erretten könnte ? Ja, was soll man darauf antworten ? Denn es kommt jetzt nicht nur mehr darauf an, sich mit anderen Leuten zusammen niederzuwerfen . Man könnte auch sagen: “Ist es denn so schlimm ? Ist es so schlimm, sich mit anderen nieder-zuwerfen? Dann falle ich nieder ohne anzubeten !” Diese drei Männer haben sich dafür entschieden, das nicht zu tun, denn es ist schlimm, weil man sich beugt und diesem System gehorcht. Und was soll man antworten? Sie antworten mit einer der schönsten Antworten aus der Bibel: “Wir haben es nicht nötig, dir ein Wort darauf zu erwidern” . Sie stehen hier einem König gegenüber, der ihnen droht und sie geben die beste Antwort, die man erwidern kann. Ich bin der Meinung, daß wir unserem Gegner zu oft etwas erwidert haben.

Sie aber sagen: Wir haben es nicht nötig, dir ein Wort darauf zu erwidern ! Es ist dein Plan, du hast das Bild aufgestellt, du hast dich entschieden, daß wir uns vor deinem Gott und Bild niederwerfen sollten. Aber das machen wir nicht ! Ob unser Gott, dem wir dienen, uns erretten kann ? Sowohl aus dem brennenden Feuerofen als auch aus deiner Hand, o König, wird er uns erretten. Sie sagen nicht: Wir sind gewiß, daß alles richtig verlaufen wird in diesem Ofen. Wenn Gott es kann, dann wird er es tun. Wenn Gott imstande ist, uns durch diesen Ofen zu lotsen, dann wird er es schaffen. Ob nicht – es sei dir jedenfalls kund, o König, daß wir deinen Göttern nicht dienen und uns vor dem goldenen Bild, das du aufgestellt hast, nicht niederwerfen werden. Es sei dir kund, wir haben uns entschieden, deshalb bleiben wir stehen.

Sie hatten ein anderes “Deshalb” . Und dieses Deshalb wurde weder bestimmt noch beeinflußt durch das, was sie bedrohte. Das spielte keine einzige Rolle. Es wurde ihnen nicht zum Leitmotiv. Es sei dir kund, daß wir einen anderen Gott verehren, also nicht deine Götter!

Das ist unser “Deshalb” . Das Deshalb von jenen anderen Leuten, die sich wohl niederwarfen, wurde von ihnen nicht verurteilt, aber sie machten einfach nicht mit. Trotz der drohenden Aussagen des Königs tun wir es nicht. Wenn Gott uns retten will, dann wird er es tun. Wenn nicht, dann wird er uns nicht retten. Aber das heißt nicht, daß wir uns dann anders benehmen werden. Das ist auch wichtig, meines Erachtens, denn man könnte für sich selbst ausdenken, wie dies und das gehen sollte, und wenn es anders geht, dann weiß man es schließlich auch nicht mehr. Dann ist Gott auch nicht länger zuver-lässig. Denn dann wird über Gottes Wesen gelogen und verschwindet seine Herrlichkeit, dann wird an seinem Wort und an seiner Wahrheit gezweifelt und man ist dabei, selbst zu fallen. Was und wem glaubst du und was ist dabei von entscheidender Bedeutung ? Was war bei diesen drei Männern ausschlaggebend ? Daß der Ofen vielleicht nicht so heiß war? Oder daß der Ofen mit einem Mal erlöschen würde? All diese Art von Bedingungen ! Nein, es gab nur eine Bedingung: Sie dienten ihrem Gott. Das hatten sie schon seit Jahren getan und davon wurde nicht abgewichen, weil jemand sagte, daß sie es anders tun sollten. Kann das Wesentliche dir entnommen werden?

Da wurde Nebukadnezar voller Wut. Böser kann man auch nicht werden. Er war schon voller Zorn und Wut, und er verzürnte mehr und mehr, eer war voller Wut. Und auch die bösen Engel sind zornig und wollen nicht, daß wir weitergehen. Nein, das stimmt. Ich möchte nochmals betonen, daß wir daraus kein zu wichtiges Thema machen müssen. Das taten diese Männer auch nicht. Der Ausdruck des Gesichts von Nebukadnezar änderte sich gegenüber Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Er befahl, den Ofen siebenmal mehr zu heizen, als es ausreichend war. Gibt es einen Unterschied zwischen einem Ofen von 1000 oder 7000 Grad C.? Es ist zwar egal, aber es ist bedrohender, wenn man in einen Ofen geworfen werden kann, der siebenmal mehr geheizt ist. Es wird alles aber noch viel schlimmer. Ich habe Weissagungen über die Endzeit gehört, die besagten, wie schlimm alles werden wird, wie schrecklich und schwierig, und was der Teufel alles vorhat. Und wer sagt so was? Leute, die eigentlich Jesus vertreten wollen. Es wird viel Aufhebens gemacht vom scheußlichen Zeitalter, dem wir entgegengehen, in dem wir kaum stehen bleiben können. Sogar die Bibel ist in unserer Übersetzung falsch übersetzt worden. Im 1.Petrus 4,18 lesen wir: “ Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird” . Aber gemeint ist, daß wir, Gerechte, uns kümmern müssen um Leute, die mit Not errettet würden, damit die auch errettet werden. Wir kommen also nicht in die Klemme. Die Zeit der Bedrückung wird verkürzt, wenn wir uns von dem Geist Gottes, der ewig ist, führen lassen. Wenn wir das Leben Gottes leben und auf unseren Vater hören, bestimmen wir schließlich, wie alles abläuft. Diese Geschichte paßt genau dazu. Denn wie schwierig wird es jetzt für diese 3 Männer ? Es hat den Anschein, doch eine abschreckende Erfahrung zu werden.

Aber schauen wir mal nach Schadrach, Meschach und Abed-Nego. So eine Erfahrung ! Sie werden in den brennenden Feuerofen geworfen und jene Männer, die sie in den Ofen warfen, wurden selbst getötet. Hier denken wir in unserem Falle nicht an Menschen, sondern an böse Mächte, die selbst ihrer eigenen Situation erliegen. Und wer erschreckt dann? Das ist Nebukadnezar. Sie fielen gebunden in den brennenden Feuerofen, Vers 23 und 24. Da erschrak der König Nebukadnezar und erhob sich schnell. Er begann und sagte zu seinen Staatsräten: “Haben wir nicht drei Männer gebunden ins Feuer geworfen?” Sie antworteten und sagten : “Gewiß, o König” ! Er antwortete und sprach: “Siehe, ich sehe vier Männer frei umhergehen mitten im Feuer, und keine Verletzung ist an ihnen; und das Aussehen des vierten gleicht dem eines Göttersohnes”. Und das Schönste finde ich, was hier steht: Ich sehe sie frei umhergehen mitten im Feuer. Sie waren gebunden worden und trotzdem gingen sie frei umher. Denn was wurde verbrannt ? Der Bindfaden, das, was sie also gebunden halten sollte, das wurde verbrannt. Im Gebet von Azarja (d.i. Abed-Nego) steht: Die Flammen loderten 49 Ellen hoch über dem Ofen, aber im Ofen selbst herrschte eine herrliche Morgenfrische ! Das ist Gottes Logik .

Heute morgen will ich vor allem betonen, das unser “deshalb” oder “also” verändert wird. Die Logik, die sagt: Wir haben also einen Gegner, durch den es also jedesmal wieder schief geht und wir jedesmal in die Irre gehen und wir beten und hoffen, daß es besser gehen wird, daß diese Logik verwandelt wird in : Wir haben also einen Gott” . Dann gibt es zwar einen Gegner, aber der kann Gott gegenüber nichts anfangen. Wir haben also einen Gott, der mit uns ist. Und im Ofen ? Da werden wir frei umhergehen . Die drei Männer waren die einzigen, die gebunden wurden, trotzdem waren sie die einzig freien Menschen. Sie gingen frei umher, sie hatten sich zuvor entschieden und sie entschieden sich auch im Ofen. Sie gehen aus dem Feuer heraus, und nicht einmal ein Brandgeruch war an sie gekommen. Alles, was dir angetan wird, davon bleibt nichts übrig! Das ist die Logik des Königreichs Gottes, daß du also nicht verbrennst. Diese Verheißung gab es bereits im Alten Testament: “Wenn du durchs Wasser gehst, bin ich bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden und die Flamme wird dich nicht verbrennen, weil Gott mit dir ist”. Ich bin der Ansicht: wenn das Leben durch den Geist Gottes, mit seiner Logik, mit seiner Liebe, mit seiner Wahrheit über dich, zum Fundament deines Daseins wird, daß du staunen wirst über die Freiheit, die du dann erleben wirst. Es gab Augenblicke, wo es sehr spannend war? Ja ! Es fesselt mich aber, daß sowohl im Alten wie im Neuen Testa-ment als auch heutzutage Leute schreckliche Sachen erleben, und die sich trotzdem entscheiden, das nicht zum Leitmotiv ihres Lebens zu machen. Trotz allem, was passiert, denken, glauben und hoffen sie, daß alles gut abläuft. Sie haben eine andere Richtung gewählt. Sie schöpfen Mut aus den Worten Gottes, der zu ihnen spricht. Das finde ich herrlich ! So zu leben und so als Gemeinde Gottes zusammen weiterzugehen auf dieser Basis, mit dem Glauben, das Gott in dir hat. Mühe dich nicht ab mit allem, was gegen dich ist, sondern beschäftige dich mit allem, was Ich für dich bereitet habe. Miss die Stadt Gottes, miss ihre Herrlichkeit. Und was die Zukunft betrifft: Kein Ausspruch über Unheil sondern Weissagung. Rede die Worte, die du den Herrn reden gehört hast und gib sie anderen weiter. Gib diesen Worten Raum, das tut Menschen gut. Die machen einen lebendig, und damit wollen wir weitergehen. Amen.

Vater, wir danken Dir, daß du dich entschieden hast, in der Not bei uns zu sein, daß du uns lehrst, andere Schlußfolgerungen zu ziehen. Wir danken dir, daß wir schwach sein dürfen, weil du für uns sorgst.

Vater, wir wollen uns die Freiheit nicht nehmen lassen oder einschränken lassen durch alles, was gegen uns ist, sondern wir wollen inmitten des Feuers in Freiheit umhergehen im Klima, das du uns schenkst. Ich segne in deinem Namen die Menschen, die auf diese Gedanken gehört haben mit deiner Wärme, mit deinem Erbarmen und deiner Anwesenheit.

Amen.