Thursday, August 16, 2018

“He’s got the whole wide world in His hands”

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Geschicklichkeit der Hände - Henk Lijzenga

Ich lese Psalm 78, 70-72 mit Ihnen. Hier geht es um David. “Er erwählte David, seinen Knecht, nahm ihn von den Hürden der Herde, holte ihn weg von den Mutterschafen, daß er weide sein Volk Jakob, und sein Eigentum Israel.

Und er weidete sie mit frommem Sinn (oder in anderer Uebersetzung: “Nach der Lauterkeit seines Herzens”), leitete sie mit weiser Hand.”

David leitete sie mit der Geschicklichkeit seiner Hände. Derselbe David sagt in 2 Samuel 22, 35a: “der meine Hände streiten lehrt”. Ich fange an zu lesen in 2 Samuel 22 ab Vers 31: “Gottes Weg ist unsträflich, das Wort des Herrn ist lauter; Schild ist er allen, die auf ihn vertrauen. Denn wer ist Gott, als nur der Herr, und wer ist ein Fels außer unserm Gott? Dem Gott, der mich mit Kraft umgürtet und ebne Bahn mir schafft, der meine Füße gleich den Hinden macht und mich auf Höhen stellt, der meine Hände streiten lehrt und meinen Arm den ehernen Bogen spannen”.

Der meine Hände streiten lehrt. Unser Dasein ist wichtig vor Gott. Er lehrt meine Hände den Streit. Gott lehrt meine Hände, das will ich heute morgen betonen !

Wir wissen schon sehr viel von Gott, z.B. daß er wichtige und große Dinge tut ! Aber der Gott, der die Menschen geschaffen hat, möchte auch durch diese Menschen wirken. Er möchte sie fähig machen, aber dazu braucht er die Menschen selbst.

Gott schuf die Welt und im 1.Mose 2 steht, daß er von all seinem Werke, das er geschaffen hatte, ruhte. Wenn Gott ruht, heißt das nicht, daß er bequemlich in seinem Sessel sitzt und sich nach hinten lehnt, sondern ruhen bedeutet für Gott, daß er glaubt, daß die Worte, die er gesprochen hat, Wirklichkeit werden und zwar genauso, wie er sie gesprochen hat. Gleichzeitig ist er völlig auf die Auswirkung seiner Worte bezogen, er verleiht seinem Wort Tragkraft , damit sie auch Wirklichkeit werden. Wenn seine Feinde sich auflehnen, dann werden sie zerschmettert, denn Gott glaubt an die Worte, die er geredet hat und beharrt dabei. Die Worte werden immer gültig sein und er freut sich über den Ausgang seiner Worte.

Gott schafft, während er gleichzeitig ruht. Die Ruhe Gottes beinhaltet, daß er völlig bezogen ist auf alles, was er gesprochen hat und darin vollkommen aktiv ist. Jesus sagt es auch selbst: “Mein Vater wirkt bis jetzt” und dann sagt er “und ich wirke auch”. Wenn man betrachten will, was alles Gott geschaffen hat, dann liest man in Psalm 8 darüber herrliche Dinge. Ich möchte das mit euch zusammen lesen in Psalm 8, 2-4 “ Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen! Besingen will ich deine Hoheit über dem Himmel mit dem Munde des Unmündigen und Säuglings. Eine Feste hast du dir gegründet um deiner Widersacher willen, daß du zum Schweigen bringest den Feind und den Rachgierigen. Wenn ich schaue deine Himmel, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du hingesetzt hast “.

Hier steht, daß der Feind zum Schweigen gebracht wird und das wirkt Gott durch den Mund der Kinder und Säuglinge, durch Menschen also. Durch Menschen befestigt Gott sein Werk.

Wir lesen weiter ab Vers 5: “Was ist der Mensch, daß du sein gedenkst, und des Menschen Sohn, daß du dich um ihn kümmerst? Denn du hast ihn wenig geringer gemacht als Engel, mit Herrlichkeit und Pracht krönst du ihn. Du machst ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße gestellt: Schafe und Rinder allesamt und auch die Tiere des Feldes, die Vögel und die Fische des Meeres, was die Pfade der Meere durchzieht. Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde”.

Rießig groß, die Schöpfung Gottes. Die Arbeit, womit er angefangen hat, bringt er völlig zuende. In seiner Anbetung der Größe Gottes, die David hier aussspricht, liest man in Psalm 8: “Was ist der Mensch, daß du sein gedenkst, und des Menschen Sohn, daß du dich um ihn kümmerst? Denn du hast ihn wenig geringer gemacht als Engel, mit Ehre und Hoheit krönst du ihn. Du setzst ihn zum Herrscher über das Werk deiner Hände. Alles hast du ihm unter die Füße gelegt”.

David weiß, wie der Plan Gottes zusammen paßt. Er sagt, daß wir das Werk Gottes sind. Wir Menschen, wir, die wir auf der Erde leben, haben ein Leben, daß aus Gott hervorgesprossen ist. Es ist richtig, daß wir das anerkennen. Das Leben, das ich habe, habe ich von dir erhalten, o Gott! Es ist richtig und weise, das aussprechen. Das rede ich nicht nur jungen Menschen gegenüber, oder jenen Leuten, die sich noch nicht für den Herrn entschieden haben. Ich sage es auch denen, die schon seit Jahren mit dem Herrn leben: Es ist richtig und wichtig jedes Mal auszusprechen: “Gott, du hast mir Leben gegeben, und das Leben verdanke ich Dir”. Und noch wichtiger ist, in das ewige Leben hineinzugehen und auch das zu bekennen. Das ewige Leben, das verdanke ich Dir. In bin dein Werk.

Indem du das aussprichst und auch darin lebst, verkündest du auch sofort deine Abhängigkeit von Gott. Es ist sehr wichtig, das als Christ klipp und klar zu bekennen. Wir wollen das anerkennen, das ist nicht minderwertig, es ist etwas Erhabenes, etwas Großartiges, von diesem lebendigen Gott abhängig sein zu wollen, von diesem Gott, der dir irdisches Leben geschenkt hat und dich gleichzeitig auffordert mit den Worten: “Komme hinein in meine Herrlichkeit”.

Geh’ jetzt in den Himmel hinein und lebe nicht nur auf der Erde, sondern komme nun endlich mal in den Himmel, in die unsichtbare Welt hinein und entfalte dich auch hier. Wir sind das Werk Gottes und wir werden es auch bleiben. Wie du dich auch entwickeln wirst, wenn du auch heranwachsen wirst als Sohn Gottes, wenn du auch Berge versetzen kannst, auch die finsteren, okkulten Berge, du bleibst das Werk Gottes, das Werk von dem Gott, der gesagt hat, daß wir über alles, was er geschaffen hat, herrschen dürfen.

Jesus sagt, daß wir die Werke Gottes tun sollen. Gott will also, daß auch wir wirken. Gott will, daß unser Leben so funktioniert, daß er sich durch unser Leben offenbaren kann. Das heißt wirken, das heißt leben in der Art und Weise, wie Gott es sich gedacht hat, in Uebereinstimmung mit den Gedanken Gottes. Es gibt manchmal eine andere Bestimmung, die auf unserem Leben liegt. Die soll dann im Namen Jesu entbunden werden. Manchmal haben finstere Mächte Anspruch erhoben auf Kinder und Erwachsene und gesagt: Wir wollen, daß in dem Leben dieser Kinder und dieser Erwachsenen allerhand Trübsal passiert und allerhand Mißgeschick. Wir wollen nicht, daß diese Leben sich entfalten und dem Ziel Gottes entsprechen werden; wir wollen nicht, daß diese Leute von Gott gebraucht werden. Das kann manchmal ein sehr starker Einfluß sein.

Es ist aber auch herrlich zu sehen, daß im Namen Jesu solch eine falsche Bestimmung entbunden werden kann und man zur wahren Bestimmung gelangt, damit man die Werke Gottes tun kann, damit Gott durch uns wirken kann. Wenn man dieses Werk tut, dann sagt Psalm 90: Das Werk unserer Hände, befestige das. Aber in diesem allen ist es Gott, der alles wirkt. Durch meine Hände, durch mein Leben also, durch meine Füße, mein Herz, meine Augen, meine Ohren. Gott macht tüchtig, er segnet unser Werk, er beurteilt es und er belohnt es auch. Es ist manchmal nicht angenehm, zu erfahren, daß Gott dein Werk beurteilt und darauf hinweist, daß einiges nicht richtig ist. Es wird noch schwieriger, wenn Gott einen deiner Mitmenschen gebraucht, um dir zu zeigen, daß dein Werk besser sein könnte. Aber so wirkt Gott, indem er sich anderer Menschen bedient. Es gibt viele Leute, die es ertragen, daß Gott sie auf ihre Fehler aufmerksam macht. Er deutet hin auf unsere Unzulänglichkeiten oder auf unsere Schwächen und macht das, weil er sich danach sehnt, daß wir besser zur Entfaltung kommen und dadurch besser funktionieren können.

Aber wie geht es dir, wenn derselbe Gott einen Menschen gebraucht, um dein Leben besser zur Entfaltung kommen zu lassen? Vielleicht durch jemand in deiner Nähe, vielleicht durch dein eigenes Kind, deinen Mann oder deine Frau, deinen Vater oder deine Mutter, deinen Bruder oder deinen geistlichen Bruder oder deine geistliche Schwester ? Es ist möglich, daß Gott jemand in deine Nähe stellt, der dich auf deine Unzulänglichkeiten aufmerksam macht, auf Fehler oder Gefahren, auf allerhand Luftschlösser, die du dir baust. Oder diese Person zeigt dir, daß du dich mehr mit der Theorie als der Praxis beschäftigst. So wirkt Gott. Er beurteilt dich und deine Arbeit und diese Beurteilung Gottes geschieht durch Menschen. Gott ruft uns zu: Laßt es mich tun, aber durch euer Leben. Er spricht z.B. in Jesaja 45,11: (in der Holl. Uebersetzung) “Fragt mich nach der Zukunft, vertraut mir meine Söhne und das Werk meiner Hände an!

Vertraut mir, daß ich es richtig zustande bringen werde”. Gott möchte es durch Menschen tun. Jesus sagt: “Der Vater aber, der in mir bleibt, tut seine Werke. Der Vater hat mir die Werke zu tun gegeben, und es ist meine Speise, daß ich seine Werke tue”.

Gott wirkt durch dich und es ist wichtig, daß das bekannt gemacht wird, daß du darüber redest. Ich lese in Jeremia 51,10: “Der Herr hat unsere Gerechtigkeiten ans Licht gebracht. Kommt und laßt uns in Zion die Tat des Herrn, unseres Gottes, erzählen. Der Ort, der uns am nächsten ist, um die Werke Gottes zu erzählen, ist hier in der Gemeinde, in Zion. Wir wollen erzählen, wie Gott seine Gerechtigkeit ans Licht bringt. Wir wollen einander erzählen, was der Herr in unserer Mitte tut, was der Herr in unserem Leben wirkt. Laßt uns damit beschäftigt sein, laßt uns darüber reden, wir wollen einander die alltäglichen Erlebnisse mit unserem Herrn erzählen. Ich fordere dich auf, darüber in den wöchentlichen Gebetsgemeinschaften zu reden.

Im Bibelkreis am Mittwochabend frage ich die Anwesenden oft: “Gibt es einiges, wofür wir dem Herrn danken können? Hast du einen Bibeltext vom Herrn erhalten, wodurch du erbaut worden bist” ? Und dann gibt es welche, die erzählen, was der Herr getan oder gesagt hat, aber auch welche, die ihren Mund halten. Ich werfe dir nichts vor, aber ich fordere dich auf, deinen Mund zu öffnen im Bewußtsein, daß der Herr in deinem Leben wirkt. Der Herr will, daß wir in Zion über seine Taten reden, daß wir über das Werk Gottes, womit er einmal angefangen hat, reden. Das Werk, das er durch Jesus Christus auswirkt, wovon wir, die hier beisammen sind, lebendige Vorbilder sind. Wir wollen aber auch über unsere Berufung reden, denn es steht in Psalm 78, daß David die Herde Gottes mit der Geschicklichkeit seiner Hände führte.

Wie hat David sich diese Geschicklichkeit erworben? David wurde von Gott berufen und hat diese Berufung beantwortet. Durch den Geist Gottes war er imstande, große Taten zu vollbringen. Gott macht geschickt und fähig. Gott möchte durch meine Hände wirken. Und dabei sind die Hände Bild unseres ganzen Daseins, unseres Lebens, Bild von allem, was wir besitzen, von allem, was wir uns erwerben können oder erworben haben. Dann denke ich an die Ohren, Augen und den Verstand, an körperliche und psychische Energie , an unsere Tragkraft, eigentlich an alles. Gott möchte uns fähig machen, er möchte unsere Hände üben.

“Er lehrt meine Hände kämpfen” , er lehrt meine Hände. In unseren Gemeinden ist viel über Sohnschaft geredet worden, und das wollen wir auch künftighin tun, denn das ist unser Ziel. Es ist der Plan Gottes, daß seine Kinder erwachsen werden, daß sie heranreifen, daß sie zunehmen an Weisheit und Gunst. Das hat mit Wachstum und Entwicklung zu tun, damit wir allmählich als Söhne Gottes erkennbar werden. Um dahin zu kommen ist es notwendig, daß wir aus dem Wort Gottes die Lehre kennen. Das habe ich in den folgenden Punkten zusammengefaßt: 1. Daß wir die Lehre kennen, 2. daß wir das Leben Gottes kennen, 3. daß wir den Leib kennen, 4. daß wir in unserem Leben Frucht bringen.

Aber Lehre und Dogma sollten nicht “Religion” sein. Lehre heißt nicht: Allerhand Satzungen und Regeln. Lehre heißt nicht: Allerhand theoretische Begriffe im Kopf haben und nur daran Gefallen haben. Es ist eine reelle Möglichkeit, daß man sich als Christ nur mit der Lehre beschäftigt, wie es die kirchlichen Institute Jahrhunderte lang gemacht haben.

Die Lehre soll im alltäglichen Leben verwirklicht werden. Man kann völlig über das volle Evangelium im Bilde sein, aber es wird erst dann Wirklichkeit, wenn man darin lebt, und das kann man nur selbst tun. Dabei will ich vor allem betonen, daß durch die Kirche das Wort Gottes bewahrt geblieben ist und das ist sehr wertvoll. Die andere Seite ist, daß so viele Christen sich nur mit der Theorie beschäftigt haben und ein Dogma nach dem anderen aufgestellt haben. Dann passiert es, daß Menschen sagen: “Ja, ich bin auch einmal getauft worden, ich bin untergetaucht” . Wenn sie dann erklären sollen, warum sie das gemacht haben, dann wissen sie es selbst nicht und verweisen uns auf den Pfarrer oder die Aeltesten der Gemeinde. Das ist ein großes Risiko, auch im vollen Evangelium. Dann ist man auf dem gleichen Niveau wie der Mann, dem ich vor Jahren begegnet bin. Wir redeten über die Kindertaufe und er erwiderte: “Davon weiß ich nichts, das kann ich dir nicht erklären, dazu mußt du dich an den Pfarrer wenden”. Aber ich wollte wissen, wie er selbst darüber dachte.

Seid also auf der Hut, daß wir nicht nur in Theorie das Evangelium bekennen oder in der Gemeinde leben. Immer in der Versammlung sein und darauf achten, mehr Kenntnisse zu sammeln reicht nicht aus, und schließlich bringt es uns nichts. Dadurch wird man nicht herausgefordert und das Werk Gottes kann in uns nicht zustande gebracht werden. Das Evangelium sollte vor allem ausgelebt werden. Wenn man z.B. in Hl.Geist getauft ist und in Zungen reden kann, dann sollte man auch täglich in Zungen reden. Wenn man sich bewußt ist, daß der Herr sich durch Worte von Erkenntnis und Weisheit oder durch Weissagung oder Kraft offenbaren will, dann soll man sich darin üben. Jeden Tag! Herr, ich bin in einer Lage, worin ich nicht weiß, was ich tun soll. Wie soll ich das anfassen? Es betrifft hier vielleicht eine rein irdische Angelegenheit, aber man bringt diese Sache vor den Herrn und man entdeckt, wie er uns an Dinge erinnert, die wir vor einiger Zeit gelernt haben, oder die wir irgendwo gelesen haben und plötzlich weißt du: So und so soll ich das anfassen.

Dieses Prinzip gilt für die ganze geistliche Entwicklung, die Entwicklung zum erwachsenen Menschen Gottes. Also leben in der Lehre.

Es ist genauso wichtig, die Lehre in dem Leib auszuleben, in einer Gemeinde, wie wir sie hier bilden. Ich meine damit, daß man die Lehre gegenseitig auslebt, daß man das, was man gelernt hat, einander lehrt. Daß man sich in seinen Gedanken mit der Frage beschäftigt, wie man den andern erreichen kann mit dem, was dieser braucht. Wie entdeckt man das? Wie kann man entdecken, was in anderen Leuten lebt? Jedenfalls dadurch, daß du weißt, was in dir selbst lebt ! Indem man sich beschäftigt mit Selbsterkenntis, indem man darüber nachdenkt, wie die geistlichen Sachen in unserem eigenen Leben funktionieren. Wie sieht mein Leben aus, wie erlebe ich mein eigenes Leben?

Wenn man sich darin übt, wird man gleichzeitig die geistlichen Prinzipien, die in der Gemeinde unterrichtet werden, entdecken. Das, was das Wort Gottes uns lehrt und was der Geist Gottes uns unterrichtet. Indem man diese Dinge lernt, wird man allmählich entdecken, was in anderen Menschen lebt, in Menschen, die hier in der Gemeinde sind. Weil du darauf achtest, die Lehre in Verbindung mit deinen geistlichen Geschwistern auszuleben, wird der Leib Christi wirklich funktionieren. Dann gibt es auch die Möglichkeit, Frucht zu bringen und sie zu mehren. In dieser Zeit ist das Gottes Absicht, dies zu mehren, weil er sehr viele Menschen braucht. Gestattest du Gott, daß er dich gebraucht, wenn du erst 15 Jahre alt bist? Gestattest du Gott, dich zu gebrauchen, wenn du schon 70 Jahre alt bist? Wenn du das bejahst, dann wird Gott dich gebrauchen, in deiner unmittelbaren Umgebung !

In Jesaja 45 lesen wir in der holländischen Uebersetzung: “Fragt mich nach der Zukunft!” Und in Jeremia 33,3: “Rufe mich an, dann will ich dir antworten und will dir Großes und Unfaßbares mitteilen, das du nicht kennst”.

Wann wird Gott antworten? Wenn wir ihn fragen, wenn wir ihn anrufen! Es ist möglich, daß man bei sich selbst denkt: Eigentlich sollte ich wissen, wie die Offenbarung verstanden werden soll, oder wie es um die Endzeit beschaffen ist. Herr, offenbare es mir. Aber dann übersieht man einige Schritte. Frage mich nach der Zukunft ! Herr, wie soll mein Leben aussehen? Herr, wie soll ich morgen in der Lage, in der ich bin, die Sachen anfassen, die angefaßt werden müssen. Herr, wie soll ich das Problem, womit ich jetzt beschäftigt bin, hantieren? Indem du Gott danach fragst, übst du dich selbst, auch für andere Angelegenheiten eine Antwort von Gott zu bekommen, und zu wissen, was Gott sagen und durch uns tun will.

Ich will vor allem betonen, daß Gott Großes tut in der Welt und daß Gott meine Hände geschickt macht. Aber das bedeutet auch, daß ich mich Gott zur Verfügung stelle. Ich kann mich entscheiden, für Ihn da zu sein. Es heißt auch, daß ich an die Arbeit gehe, daß ich damit arbeiten kann in ganz kleinen Dingen, in meiner unmittelbaren Umgebung. Dabei ist es sehr wichtig, daß ich unterscheide, was Gott mich schauen lassen will.

In seiner Endzeitrede sagt Jesus: “Seht den Feigenbaum und alle Bäume”. Das bedeutet, daß man lernen kann, aufmerksam zu sein. Darauf achten, wie dein Leben funktioniert. Ob es noch Sachen gibt, die du auf der herkömmlichen Weise betrachtest und nicht als neue Schöpfung Gottes. Es heißt auch, daß du lernen kannst, dich umzuschauen in der Natur und auch in der Gesellschaft. Es heißt, daß du lernen kannst, zu beobachten, was sich in Menschen entwickelt, daß du Augen bekommst, die sehen, was andere Leute brauchen.

Augen, die sehen, wo du behilflich sein könntest, wo du neben anderen stehen könntest. Vor allem bin ich daran interessiert, daß du das jetzt auch in die Praxis bringen wirst. Geschicklichkeit der Hände bekommt man schließlich, indem sich im alltäglichen Leben übt.

Neulich sah ich den Film “Stärker als Striemen”, von der Missionsorganisation “Open Doors” herausgebracht, der über einen Jungen handelt, dem seine Mutter zu Hause von Jesus erzählt und ihm die Prinzipien aus der Bibel aufzeigt. Durch gewisse Umstände kommt er in einen ganz anderen Teil der Welt, wo er gezwungen wird, Moslem zu werden. Er wird von einem Ehepaar als Kind angenommen, das sich bemüht, ihn als Moslem zu erziehen und ihn zu einer wichtigen Person im Islam werden zu lassen. In der Zeit davor hatte er schon sehr viel Prügel erhalten und in dem Moment, wo er in diese Familie aufgenommen wurde, hatte er die Striemen noch sichtbar auf seinem Rücken. Er nahm die Lehre des Islams an, aber in einem gewissen Augenblick erinnerte er sich an das, was seine Mutter ihn als Christ gelehrt hatte. Er ging darauf ein und ging auf die Suche nach Christen. Er fand ein paar Christen, die sich im Geheimen trafen. Diese Leute müssen sehr vorsichtig sein, denn wenn die Umwelt erfahren hätte, daß sie Christ sind, dann hätte man sie bestraft oder auf schreckliche Weise getötet.

Dieser Film zeigt die Christenverfolgung in islamischen Ländern. Dieser Junge entschied sich schließlich dafür, sich an das Evangelium zu halten. Er wird verfolgt, flieht und gelangt letztendlich zum eigenen Volk, zum Stamm, zu dem er damals gehörte, wo er dann auch das Evangelium verkündet. Als ich mir diesen film anschaute, dachte ich bei mir selbst, daß unsere ganze Gemeinde sich diesen Film anschauen sollte. Es ist sehr beeindruckend, wenn man sieht, wie hier Menschen behandelt werden. Es gibt z.B. Christen, die den Herrn in einer Kirche anbeten, und während des Gottesdienstes wird diese Kirche in Brand gesetzt. Einer Christ nach dem anderen kommt ums Leben, nur weil er Christ ist. Schrecklich sowas.

Dieser Junge wußte nicht, wie er das Evangelium verbreiten sollte, das hatte er nicht gelernt. Er war nur mit dem Islam vertraut gemacht worden. Aber das, was er gelernt hatte, setzte er in die Praxis um und redete mit Gott, er suchte das Angesicht Gottes. Und weil er Gott in aller Aufrichtigkeit suchte und alles dafür übrig hatte, deswegen bekam er auch Antwort.

Das meinte ich, als ich den Text aus Jesaja zitierte: “Fragt mich nach der Zukunft. Rufe mich an, dann will ich dir antworten” . In den kleinen Dingen des Alltags dem Ringen nicht aus dem Wege gehen, sondern zum Herrn sagen: Herr, ich weiß nicht, wie es weiter gehen soll, Herr, ich bin dieser Aufgabe nicht gewachsen, ich habe zu viel Schmerz, wie kann ich standhalten? Gib mir Kraft! Du spürst die Schmerzen und trotzdem sagst du: Herr, gib mir Kraft! Und du spürst, daß du standhalten kannst, einfach weil in deinem Innern Friede ist. Dieser Film hat mich tief gerührt, weil ich sah, wie ein einziger Mensch soviel dafür übrig hat, dort in Afrika, um bei Gott zu bleiben, bei dem Gott der Bibel und seinem Sohn, Jesus Christus. Es hat mich herausgefordert, aber es hat mir auch gezeigt, daß man Geschicklichkeit der Hände bekommt, wenn man sich nicht verkriecht in einer schwierigen Lage sondern man kämpft und streitet und sagt nicht: Herr, ich bin so beschäftigt und hab’ so wenig Zeit, ich bitte dich, du möchtest Wege öffnen, damit meine Lage sich ändert. Herr, wegen meiner Arbeit kann ich den wöchtentlichen Bibelkreis nicht besuchen oder welchen anderen Grund es auch gibt. Herr, zeig’mir den Weg, hilf mir, daß ich wohl in der Lage bin, am Bibelkreis teilzuhaben. So gibt es allerhand Situationen, in denen du dich üben kannst, damit du Geschicklichkeit der Hände bekommst. Weil du in Gottes Kraft anfängst, wirkt er durch dein Leben. Paulus schreibt den Korinthern in seinem 2. Brief: “Ihr seid ein Brief Christi, gelesen von allen Menschen, die dadurch sehen können, wer Jesus Christus ist”.

Wir wissen auch, daß Paulus den Korinthern über ganz andere Sachen schreibt, nämlich über Unreinheit und Sachen, die nicht Evangelium sind. Aber, sagt Paulus, es gibt auch Leute unter euch, die sich haben reinigen lassen, die in der Vergebung leben, die leben im Bewußtsein, daß sie den Hl. Geist empfangen haben. Und ihr seid ein Brief geworden, angefertigt von uns im Dienst. Mit anderen Worten, Ihr Korinther, seid ein Brief, in dem andere Leute lesen, wer und wie der Herr Jesus Christus ist; den habe ich angefertigt durch meinen Dienst an euch.

Warum sagt Paulus das auf diese Weise? Weil er sich damit vor Augen stellt, was er sieht und was er glaubt. Durch seinen eigenen Ausspruch macht er lebendig, was er glaubt, was er gewirkt hat und was er bei den Korinthern wahrnimmt. Und was ich hier betonen will, daß Paulus sagt: “Unsere Tüchtigkeit ist von Gott” in 2.Kor.2,5 Gott macht tüchtig. Wie hat Gott Paulus tüchtig gemacht? Wie hat Gott David tüchtig gemacht? Es ist nicht unbedingt nötig, daß man einen Auftrag von Gott erhalten hat oder daß man speziell von Gott berufen wird. Es ist nicht nötig, daß man vollkommen geworden ist, denn das wird wohl noch eine Weile dauern. Einfach anfangen.

Geschicklichkeit der Hände. Deine Hände werden geschickt gemacht, indem du anfängst mit dem, was du siehst. Vielleicht möchtest du dem Bereitstellen der Stühle vor der Versammlung aus dem Wege gehen, weil du es wichtiger findest, gute Gespräche zu führen. Vielleicht solltest du doch lieber mit den Stühlen helfen. Ich meine hier niemand insbesondere. Ich habe auch keinen gesehen, der sich so benommen hat. Es geht hier nur um die Praxis. Vielleicht sollst du jemand mit zur Versammlung nehmen oder zum Bibelkreis. Vielleicht solltest du jemand, der alleine ist oder der sich sehr einsam fühlt, etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Fange dann damit an. Wenn du wartest, bis du Zeit hast, dann könnte es wohl sehr lange dauern, ehe du Zeit dafür hast. Es ist meistens so, daß man Zeit frei machen muß für derart Sachen, genauso wie man sich Zeit nehmen muß, die Bibel zu studieren oder Zeit, um mit den Angelegenheiten des Herrn beschäftigt zu sein.

Auch wenn man tagtäglich sehr mit seiner Arbeit beschäftigt ist, auch dann. Es gibt eine Möglichkeit, sich zu üben, indem man sagt: Herr, ich werde immer so sehr von meiner Arbeit in Anspruch genommen, es kostet mich soviel, und ich bin in meinen Gedanken immer so beschäftigt, aber ich bitte dich, daß du mir den Weg ebnest durch deine Kraft. Dann wirst du sehen, daß der Herr die Gelegenheit hat, dir zu zeigen, wie du tätig bist. Frag ihn einfach und wirke das aus, was er dir zeigt.

Geschicklichkeit der Hände, die man bekommt, indem man sich in der Praxis übt. Die beste Art und Weise, das zu üben, ist in der Gemeinde, weil man einander hier kennt. Aber nicht nur in der Gemeinde, sondern auch in der Welt, bei den Leuten, die Gott noch nicht kennen. Menschen in deiner unmittelbaren Umgebung merken lassen, daß ihr Leben dich interessiert. Menschen in deiner Nähe wissen lassen, daß du ihr Leben wichtig findest, obwohl diese Leute sich noch in der Finsternis befinden, die du dann ignorieren sollst, wie es Gott auch tut. Wenn du z.B. zum Herrn sagst: Herr, ich sehe soviel Sünde bei diesen Menschen, soviel Ungerechtigkeit, dann erwidert der Herr: “Frage mich doch”. Und dann sagst du wieder: “Herr, wie hast du das denn gemacht? Lehre mich, wie ich die Ungerechtigkeit übersehen kann, damit ich das Herz dieser Menschen sehen kann und was diese Leute von dir brauchen”. Der Herr möchte dich darin unterweisen.

Diese Woche wurde ich von einem Bruder angerufen, der sich in einem Entziehungszentrum mit Namen “ Die Hoffnung” befindet. Er hat es sehr schwer, weil er 14 Tage sich den Drogen entziehen mußte. Er sagte, es sei höllisch. Und ich weiß, was er damit meint, denn er hat schon sehr vieles erlitten. Und er muß weiter. Wie wird er damit fertig werden? Wie schaft er das? Er ist fast 30 Jahre drogensüchtig. Er ist fast lebenslang süchtig gewesen und hat öfters versucht, sich der Sucht zu entziehen. Wie schafft er es, sich zu entziehen und ein neues Leben zu führen? Ein Leben, wofür er sich nun entschieden hat? Das schafft man, indem man den Herrn hineinzieht.   Wißt ihr, welchen Text er mir gab? Jeremia 33,3: “So spricht der Herr, der es tut, der Herr, der es bildet, um es festzusetzen, Herr ist sein Name: Rufe mich an, dann will ich dir antworten und will dir Großes und Unfaßbares mitteilen, das du nicht kennst. Und im 6.Vers: “Siehe, ich will ihr Genesung und Heilung bringen und sie heilen, und ich will ihnen eine Fülle von Frieden und Treue offenbaren. Und ich werde das Geschick Judas und das Geschick Israels wenden usw.” Und dieser Bruder sagte: Es sind alles Verheißungen, die der Herr mir gegeben hat. So bekommt man Geschicklichkeit der Hände.

Es ist für ihn sehr schwer, ein normales Leben führen zu können. Er freut sich sehr über die Ansichtskarten und Briefe, die er von euch erhält. Er braucht unsere Fürbitte, aber er muß selbst damit fertig werden. Weil er damit angefangen hat, hat er die Möglichkeit, sich von Menschen helfen zu lassen. Gott hilft ihm durch die Leute, die um ihn herum sind.

Dieses Prinzip ist das Evangelium Jesu Christi, liebe Geschwister!   In dem Maße, in dem wir uns selbst entscheiden für das, was wir wohl oder nicht wollen, in dem Maße kann der Herr uns helfen, uns zu üben und Geschicklichkeit der Hände zu bekommen. Und das Werk, wozu er dich berufen hat oder berufen wird, dazu wird er dich tüchtig machen, denn er bleibt bei seinem Volk. Wenn Gott dir was verheißen hat, und du bist in deinem Herzen sicher, daß das ein Wort für dein persönliches Leben ist, dann bleibt Gott dabei. Das Wort gilt, bis du soweit gewachsen bist, daß Gott durch dich auswirken kann, was er will. Aber er wirkt durch dein Leben und es fängt mit dem Kleinen an, mit dem, was du jetzt siehst und bewirken kannst. “Der meine Hände den Streit lehrt”.

Meine Hände, mein Leben, mein Dasein. Laß Gott in deinem Leben üben. Amen.

Herr, hier sind wir ! Hilf uns, diese Wirklichkeit zu erleben. Herr Jesus, wir brauchen dich sehr. Wir brauchen deine Gnade und Kraft. Herr Jesus, lehre unsere Hände. Hilf uns, an jenem gewissen Augenblick zu sehen, wo du uns üben möchtest, damit wir uns dir zur Verfügung stellen können. Herr Jesus, rede zu uns, mach uns tüchtig. Hilf uns, damit wir in die Praxis bringen, was wir wissen, damit viele Leute um uns herum durch unser Leben erleuchtet werden. Herr, so möchten wir in dieser Welt leben.

Herr wir beten für die Leute, hier und zu Hause, die von dir geübt und gelehrt werden, was manchmal so schwer ist. Jesus, unser König, rede zu uns in jenen schweren Augenblicken und hilf uns, in Zion zu erzählen, was du in unserem Leben auswirkst. Leite du uns weiter, rede zu uns, rede durch unser Leben zu anderen Menschen, damit sie dich kennenlernen, damit sie auch an deiner Herrlichkeit und Freude teilhaben. Dazu segnen wir einander. Herr, du wirst unser Bedürfnis erfüllen. Wir erwarten es von dir, Jesus, dem Sieger, dem Lebensfürsten. Hallelujah. Amen.