Tuesday, August 20, 2019

“He’s got the whole wide world in His hands”

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Milch
von Duurt Sikkens
 
 
 
In den letzten Monaten habe ich mich gründlich mit dem Thema : „Werden wie ein Kind“ beschäftigt und mit allem, was zu diesem Thema gehört. Heutemorgen möchte ich über das Thema Milch reden und zwar Muttermilch.
 
Ich lese erst aus dem 1.Kor.3, 1:  Und ich, Brüder, konnte nicht zu euch reden als zu Geistlichen, sondern als zu Fleischlichen, als zu Unmündigen in Christus. Ich habe euch Milch zu trinken gegeben, nicht feste Speise, denn ihr vermochtet es noch nicht.  Ihr vermögt es aber auch jetzt noch nicht, denn ihr seid noch fleischlich. Denn da Eifersucht und Streit unter euch ist: seid ihr nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise?  Wenn einer sagt: Ich bin des Paulus und ein anderer: ich bin des Calvins oder ich bin des... ergänze selbst. Und wieder ein anderer: Ich bin des Herrn Jesus. Dann ist es ganz klar, daß die Gläubigen zwischen den Predigern, die dasselbe Evangelium verkündigen, Unterschied machen.
 
Und jetzt lesen wir aus dem 1.Petrus 2, 1 , wo steht: Legt nun ab alle Bosheit und allen Trug und Heuchelei und Neid und alles üble Nachreden. Und jetzt kommt es: und seid wie neugeborene Kinder begierig nach der geistigen, unverfälschten Milch, damit ihr durch sie wachset zur Errettung ! Möchtest du gerettet und glücklich werden? Seid dann begierig nach der Muttermilch.  Und dahinter steht dann etwas sehr schönes: wenn ihr wirklich geschmeckt habt, daß der Herr gütig ist, nämlich durch diese Milch.
 
Und zunächst lesen wir noch was aus Hebr.5,11  “Darüber haben wir viel zu sagen und es läßt sich schwer darlegen, weil ihr im Hören träge geworden seid“. Ich hörte einen sagen, daß er in den vergangenen zehn Jahren nichts neues in der Gemeinde gehört hatte. Dann ist man geistlich stocktaub, dann hat man keine geistliche Ohren, womit man hören kann.
Hier steht träge, aber man könnte auch unbelehrbar sagen. Die Grundbedeutung dieses Wortes bedeutet soviel wie abgestumpft. Du kennst sie, jene Leute, die desgefragt alle Prinzipien des geistlichen Fundamentes herleiern können. Dann denke ich manchmal: Schade ! Hast du alles auch erlebt ? Oder hast du dir eine neue Lehre angeeignet ? Aber darüber später mehr.
 
 
Unbelehrbar, träge, abgestumpft. Im Gleichnis der zehn Jungfrauen bedeutet töricht auch abgestumpft.  „Denn, während ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet“. Was heißt Lehrer sein ? Ist ein Lehrer jemand, der predigt? Irr dich nicht! Das ist kein Lehrer !
Ein Lehrer ist jemand, der dich leben lehrt. Und es ist eine Aufgabe, so einen zu finden. Jesus wird Lehrer genannt. Er befand sich täglich im Tempel, um die Leute
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
zu unterrichten. Der Hl.Geist ist auch täglich im Tempel, welcher wir sind, um uns leben zu lehren. Und so lernen wir von einander, am meisten in den Gesprächen, die wir untereinander haben, um ein Ohr zu bekommen für das, was der Hl.Geist zu den Gemeinden redet.  Also nicht nur lernen von jemand, der hinter einem Pult steht.
Das finde ich schön!  Der Hl.Geist ist der Lehrer, der uns beten lehrt und lehrt, auf Gott zu hören. Er lehrt uns, uns mit den Angelegenheiten des Vaters zu beschäftigen.  Er lehrt uns eigentlich leben.
 
Und dann steht in Hebr. 5,12: Der Zeit nach, solltet ihr Lehrer sein, aber ihr habt wieder nötig, daß man euch die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes lehre.
Was heißt das, die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes? Es lohnt sich, sich darüber Gedanken zu machen. Welche sind die ersten Aussprüche Gottes? Und was hat Er gedacht, bevor Er sprach ?  Denn es ist meistens so, daß man erst denkt, ehe man spricht. Es ist wichtig, daß wir an der Gedankenwelt Gottes Teil haben. Als noch kein Berg geschaffen wurde, als es noch keine Fluten gab, steht in Sprüche 8,22: „Der Herr hat mich geschaffen als Anfang seines Weges“. Das ist keine Poesie , das ist die Wirklichkeit !  Es ist ein herrlicher Ausdruck: Geschaffen werden, zu Seiendem werden. Denn dann hat dein Dasein seine Bestimmung gefunden, weil du anfängst, zu leben.
 
Dein Dasein bekommt eine feste Grundlage. Und wer ist mit "mich" gemeint in Sprüche 8,22: Für mich ist das der Christus, der Partner Gottes, die Gemeinde, wovon Jesus das Haupt ist. Die neue Menschheit, an die Gott als erstes gedacht hat. Wir beschäftigen uns mit solch herrlichen Sachen. Weiterhin steht in Vers 12:  Milch brauchst du, keine feste Speise. Denn jeder, der noch Milch genießt, ist richtiger Rede unkundig, denn er ist noch ein Unmündiger oder Säugling.  Aber ich erzähle dir aus eigener Erfahrung, daß, als ich vor Jahren wieder Säugling wurde, ich erfuhr wie herrlich es ist, leben zu dürfen. Denn als ich mich bekehrte, in den sechziger Jahren des 20.Jahrhunderts, bin ich überglücklich gewesen, obwohl es allmählich verminderte. Das Schöne, die Frische verschwand. Das rührte daher, weil wieder eine Lehre entstand. Ich war sozusagen eigentlich nie richtig Säugling oder Dreikäsehoch gewesen. Ich bekam ein Kopf voller Wissenschaft, aber von der richtigen Rede war ich unkundig. Die richtige Rede soll darauf achten, daß sie die Menschen lehrt, in Freiheit zu leben.
 
Buchstäblich steht hier: Du hast keine Erfahrung mit; als Kind hat man es nie richtig hören und verstehen können. Wenn man also zu dir sagt: Du bist noch ein Säugling, dann ist das kein Vorwurf,  obwohl das in der Welt anders ist. Wenn einer zu mir sagt; Hey, babe, dann ist das nicht angenehm zum Hören. Im Reich Gottes aber will ich erkennen, daß ich ein Säugling bin. Man wirft keinem etwas vor, sondern man stellt etwas fest. Es ist ein Fest, Jahre später entdecken zu dürfen, wie herrlich reine, unverfälschte Muttermilch schmeckt.  Dadurch verschwindet die Eifersucht, Neid, Hypokrisie und Hochmut.  Alles Negative verschwindet. Das heißt gefeiert ! Man wird dann von nichts mehr belastet. Man schmeckt, daß Gott gut ist. In anderen Worten: Gott ist Liebe. Hätte man das nur hineingetrunken und tränke man das auch jetzt ein.
 
Als ich von neuem geboren wurde, da habe ich mit der Muttermilch auch eine tüchtige Portion Angst heruntergeschluckt.  Big brother is watching you. Die ganze religiöse Vergangenheit wurde wieder lebendig. z.B., wenn man krank wurde, dann müßte man wohl gesündigt haben. Die Freude verschwindet und die negativen Empfindungen mußte man auch unterdrücken.
 
Als Vater sagt man nicht zu einem Baby; Und jetzt wollen wir bei dir mal das Fundament legen. Das ist doch töricht. Wir wollen das Wort Fundament vergessen und den Begriff: „die ersten Anfänge" gebrauchen, denn das ist die ursprüngliche Bedeutung dieses Wortes. Der Urbeginn, der kleine Anfang, ist Liebe, denn du bist ein von Gott, deinem Vater, erwünschtes Kind.
 
 
Schauen wir uns jetzt Hebr.6,1 mal näher an: Deshalb wollen wir das Wort vom Anfang des Christus lassen . Hier handelt es sich nicht um eine Lehre sondern um ein Lebensprinzip.
Buchstäblich steht hier: Das Wort vom Anfang des Christus. Darüber sollte man mal nachdenken:  Das Wort vom Anfang des Christus... Das war vor der Grundlegung der Welt, damals schon hat Gott an den Christus gedacht, an eine geistliche Menschheit! Das sind also die Aussprüche Gottes, wovon soeben die Rede war.
 
Das Wort vom Anfang des Christus, das beschrieben wird in Psalm 139, der Urbeginn, der Embryo. Wie der entsteht, das steht alles in Psalm 139. Das hat keine Beziehung zu einer irdischen Geburt , sondern ist Bild der Realität in Christus. So habe ich es mir gedacht, sagt Er. Du wirst in der Gebärmutter geformt. Das hebräische Wort für Gebärmutter bedeutet: zärtliche Liebe. Während deiner Bildung bist du von zärtlicher Liebe umgeben, in der Gebärmutter bist du sicher und geborgen, du wärmst dich an Gottes Liebe.
 
Das Wort vom Lebensprinzip Gottes. Leben, Gottes Leben in den Menschen eingepflanzt. Und schau mal, was da zum Vorschein kommt. Das passiert alles heimlich, im Verborgenen, im Christus. Der Christus in uns. Das ist nun sein Königreich, was so tief in mir selbst verborgen ist. Und jetzt hüpft mein Herz vor Freude: Jetzt bin ich mir bewußt, daß das Königreich in uns gekommen ist, wo es sich verborgen und still entfaltet.  Es bekommt eine Gestalt. Man sollte sich gegenseitig mal geistlich betrachten, um zu sehen, was sich hier alles entwickelt. Das ist das Königreich ! Welches Königreich? Das Königreich Gottes natürlich. Schöner Ausdruck, einigermaßen verschlissen. Kolosser 1,13 drückt es so aus: "Das Reich des Sohnes seiner Liebe".
 
Das ist das Königreich von Jesus, der gesagt hat: Mein Vater hat mir alles übergeben, ich darf es ausführen. Ja, somit ist der Ausdruck: "Jesus wohnt in mir" unbiblisch.
Der Christus lebt in dir, das ist es, Gotteskind sein, Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit: dann bist du schwanger vom Christus in uns, durch den Hl.Geist, der sowohl vom Vater als auch vom Sohn ausgeht. Und dieser Geist hat einen Platz gefunden, erstens in Jesus natürlich, und dann hat er seine Jünger angehaucht.  Eine edle Geste, jemanden anhauchen. Der geistliche Sinn. Und dann kam der Geist auch auf Johannes und Petrus und Paulus, es sind nur einige Namen, wie auch auf Timotheus, Apollos und Maria, die den Hl.Geist auch empfingen. Abraham inzwischen auch, und David und du.  Wir wollen hier alle nennen,  denn "Christ" bedeutet "Gesalbter" .
 
Wunderbar, daß man von Anfang an in Christus ist. Das alles können wir lesen in Epheser 1, wo der Ausdruck „in Ihm“ oder „im Sohn“ wohl 10 mal vorkommt. Paulus war fast fassungslos als er Eph.1 schrieb. Er stammelte vor Aufregung, so schön war es. 
Es ist mir auch völlig egal, wie ich es sagen werde, weil ich es auch so super finde. „In Ihm“, vor Grundlegung der Welt, das heißt also im Himmel, im unsichtbaren Königreich unseres Vaters, unserem Königreich.
 
Milch!  Wir befinden uns also im Land von Milch und Honig. Man müsste nicht daran denken,  jeden Tag Milch und Honig aufgetischt zu bekommen. Was essen wir heute?
Ach ja, Milch natürlich. Und weiter? Ja, Honig. Man müsste mal versuchen, eine Woche nur Milch zu trinken und Honig zu essen. Es ist glücklicherweise nur ein Bild vom Königreich vom Sohn der Liebe Gottes. Und zunächst hat Gott dieses Königreich in die Hände seines Sohnes gegeben, er hat es dem Sohn anvertraut ! Und darum wird über Jesus gesagt, daß er zur Rechten Gottes sitzt. Das ist auch nur eine Ausdrucksweise.
Er ist einfach die Rechte Gottes, Er ist Gottes rechte Hand. Dann denke ich: Dann wollen wir seine Hände und Füsse sein.  Dann führen wir sein Werk aus. Wunderbar, oder?
 
Übrigens gibt es auch einen Antichrist, gewiß ! Dieser sitzt auch zur Rechten von jemand, vom Teufel nämlich. Der führt später aus, was der Teufel will. In Offb.13,4 steht, daß er ihm, an einem gewissen Augenblick, seine Gewalt gibt. Dieses schreckliche Bild, wo der Teufel auf dem Strand steht und dieses Monstrum aus dem Meer hervor ruft, aus der Tiefe des Totenreichs, und ihm zunächst all seine Gewalt gibt, die Gewalt, die er im Himmel und auf der Erde hat. Das heißt herrschen über Menschen und politische Gewalt. Er wird zur Rechten des Teufels, und er redet wie ein Drache, steht in Offb.13,11.
 
 
Die Liebe Gottes ist der Grundsatz, das Prinzip. Du bist doch durch die Liebe Gottes erzeugt worden? Das ist doch die Befruchtung? Du bist nicht in Sünde empfangen und in Schuld geboren. Du bist in Liebe empfangen. Das eben ist die Agape Gottes. Diese Liebe liegt der Milch zugrunde. Das ist die erste Nahrung. Denken wir an eine Mutter, die ihr Kind stillt. Das heißt geborgen sein, wenn man betrachtet, wie geborgen das Kind an der Brust seiner Mutter ist. Ähnlich wie von Jesus gesagt wird, daß er im Schoß seines Vaters ist. Näher könnte man fast nicht kommen. Diese Grundlagen sind von Liebe durchtränkt. Wenn man sich das bewußt wird und man sieht es durch die Augen der Liebe, dann bekommt man eine neue Sicht darauf. Ich meine, daß wenn man ein Kopf voller Kenntnisse hat und man die Offenbarung des Johannes erklären kann, dann hat man vielleicht kaum Raum, um nachzudenken und etwas Positives mit dieser Kenntnis zu unternehmen, dann wird es tote Kenntnis, man weiß dann nichts damit anzufangen.  Es lebt nicht in dir und es bringt dir kein Leben. Man weiß also sehr viel, aber lebt man auch wirklich? Viele Kenntnisse, aber wenn ich die Liebe nicht habe.
Vielleicht kannst du diesen Vers auch zitieren, aber was bedeutet: „die Liebe haben“ ? Wenn man sich nicht bewußt ist, das man unendlich von Gott geliebt wird, dann bringt diese Wissenschaft dir nichts. Du wirst sosehr geliebt, du bist dem Herzen Gottes so nahe, in seinem Schoß erfährst du seine Geborgenheit.  Wenn man das nicht erfahren hat, weißt du was man dann erfährt? Ungeborgenheit, und das ist unheimlich.Wenn ein Kind nicht weiß, ob seine Eltern sich gegenseitig lieben, dann ist das sehr schlecht für dieses Kind. Das bedeutet keine geistliche Nahrung und keine Erziehung. Es ist so wichtig, daß diese zwei Leute eins sind. Nur in dieser Einheit fühlt ein Kind sich auch eins und geborgen. Wenn seine Eltern nicht eins sind, dann fühlt das Kind sich auch nicht eins. Dann erfährt es eine Zwiespalt. Eine Beziehung ist also sehr wichtig, und darum ist der Teufel auch der große Beziehungszerstörer.
 
 
Wir wollen wieder Hebr.6,1-3- betrachten, wo es sich um das Wort vom Anfang des Christus handelt. Buße von toten Werken, wenn wir das mit den Augen des liebevollen Gottes betrachten, es sind seine erste Aussprüche.  Wir legen das Wort Fundament beiseite und sehen uns den Anfang mit den Augen des Sohnes mal genauer an. Sehe es auch mit deinen eigenen Augen an. Weil du liebst,  hast du einen richtigen Blick. Wer liebt, hat die richtige Sicht. Und wann liebt man? Wenn man weiß, daß man selbst geliebt wird. Buße von toten Werken. Im Griechen heißt das: „ech Nekros“ , was
„tot“ bedeutet. Tote Werke. Ich gebe ein Beispiel. Paulus tat alles mögliche für den Herrn, als er noch Saulus hieß. Jesus sah das, und dachte: Wie gerne er das Gute tun
Will aber wie schlecht er sich benimmt. Das Gute, was er will, übt er nicht aus, sondern das Böse, was er nicht will, das tut er. Menschen verfolgen und ins Gefängnis setzen, zum Tode prügeln.
Ich denke, daß Jesus bei sich gedacht hat: So ein schöner Mensch. Zunächst stellt er sich gewissermaßen neben ihn wie ein Vater und sagt: Saulus, du, Saulus, womit bist du eigentlich beschäftigt? Es ist schrecklich für dich, wass du jetzt tust ! Du willst das Gute und tust es nicht mit allen deinen Werken für die Kirche und die Gesellschaft. Du rennst und rennst für die Gemeinde und den Herrn. Paß mal auf, daß du nicht zusammenbrichst.  Du bist nicht zur Ruhe gekommen! Und dann erscheint der Herr dem Saulus, der dann plötzlich blind wird, denn er war blind. Das ist das Bild eines Sklaven. Wenn man blind ist, ist man Sklave und weiß nicht, wer sein Herr ist, geschweige denn, daß man weiß, was sein Herr tut, du kennst ihn ja nicht. Schwitzen und dich abrackern, was bringt es dir? Dornen und Disteln. Es gibt kein echtes Leben, du beschäftigst dich mit toten Werken, Saulus !
In den 3 Tagen, die darauf folgen, währenddessen er die Gelegenheit hat, nach- zusinnen über seine Vergangenheit, stößt er auf die Schlußfolgerung, daß er sich mit toten Werken beschäftigt hat, und dienten die einem noch so frommen und religiösen Ziel!  Zunächst bekommt  Ananias von Jesus den Auftrag, Paulus die Hände aufzulegen, damit er wieder sehe, denn geistlich waren seine Augen schon aufgetan worden. Ja, was alles hat Paulus in diesen 3 Tagen in seinen Gedanken erlebt ? Er wird gewiß nicht geschlafen haben. Wie war der Name der Straße, wo er damals war? Die „gerade“ . Endlich war Paulus auf dem richtigen, geraden Weg.
 
Ich hörte mal ein Mädchen sagen: „Mein Vater sagte, daß er sich bekehrt hatte, aber ich habe davon nichts gemerkt. Er war ein Befehlshaber und das ist er geblieben“.  Wieso Buße von toten Werken ? Wenn jemand sagt, daß er bekehrt ist, dann denke ich, das werde ich dann wohl erfahren!  Wenn wir es nicht merken, ist man dann wirklich in seinen Gedanken verändert? Denn im Griechischen heißt Bekehrung  „Metanoia“, das heißt : Veränderung der Gedanken.
 
Zweitens: Glaube an Gott. In diesem Text steht buchstäblich, und das finde ich viel schöner, towards God, gerichtet auf Gott, das griechische Wort: „epi“ . Das bedeutet nicht Glaube an Gott, sondern Glaube gerichtet auf Gott, in die Richtung Gottes, das ist vielumfassender. Es bedeutet sogar auch „bei“. Glauben bei Gott, neben ihm, in seine Richtung.  Man wendet sich also dem Besseren zu.
Wenn man verschlissene Gedanken hat,  tauscht man die erst dann ein, wenn man bessere, neuere Gedanken bekommen hat. Buße von toten Werken heißt dann: Sich auf dem Wege machen in die Richtung von Gott, eine fließende Bewegung. Es steht einer hinter dir und sagt: Du, sag mal, womit beschäftigst du dich eigentlich?  Das frage ich mich selbst auch manchmal. Löse dich davon und wende dich mit einem Ruck an denjenigen, der dich das gefragt hat. Richte deinen Glauben auf ihn, denn dann findest du Ruhe. Es ist nicht langer nötig, daß du darüber redest. Du hást Ruhe. Glauben ist auch vertrauen.
 
Die Wassertaufe.  Gott hat immer geglaubt, daß wir wieder über Wasser kommen würden! Es ist der Glaube von Gott und von Jesus, was regelmäßig durch „in“ übersetzt wurde aber durch „von“  übersetzt werden sollte. Sie haben also beide geglaubt, daß sie dich retten konnten. Was hältst du eigentlich davon? Das heißt, daß Gott und Jesus eine sehr große Liebe zu dir haben. Und sie haben es beide geglaubt. Das einzige, was sie dich bitten, ist: Reich uns deine Hand, dann ziehen wir dich hoch !  Das ist das Einzige, was sie von dir verlangen.
Es ist sehr gut möglich, daß du sagst, daß du selbst kaum glauben kannst, daß es möglich ist.  Gott und Jesus sagen dann: Aber wir glauben daran! Ist es nicht wunderbar, daß du so einen Vater und so einen Bruder hast? „Ich glaube, daß es möglich ist !“ Das hat mein Vater gesagt. So ein Ausspruch. Ich glaube dir auch, sagt Er. Und die Geistestaufe? Das ist das Liebevollste, das Innerlichste von Gott, das Er einem Menschen schenken kann. Das hat doch nichts mit Lärm zu tun, mit Massenanbetungs-
Veranstaltungen? Das finde ich übertrieben, so erlebt man doch keine Ehe? Das ist doch nur eine Angelegenheit von 2 Menschen, hier zwar von Gott und Menschen, von Jesus und seiner Frau, so still, so bescheiden und vertraulich.  Das Intimste von Gott, sein Geist.  Ein rührendes Moment kann ich mir kaum vorstellen, denn der Christus wird in dir geboren, tiefes Geheimnis, das Gott von Anfang an nie losgelassen hat. Das pflanzt er in dir. Davon wird man stille.
 
Die dritte Taufe, die Feuertaufe, werde ich jetzt außer Acht lassen.
 
Und dann die Lehre der Handauflegung. Das ist keine Zeremonie, das ist eine Liebesakt, denn so kann Gott Menschen berühren. Wenn wir das mal mit neuen Augen betrachten, mit neuen erleuchteten Augen. Dann frage ich mich: Was sind erleuchtete Augen? Das sind Augen, die andere Leute mit Liebe anschauen. Das bedeutet also, daß, wenn Liebe nicht der Grund ist, wenn es keine liebevolle Geborgenheit gibt, diese Handauflegung nicht richtig funktioniert.
 
Dann kommt die Auferstehung aller Menschen noch, die Totenauferstehung. Du bist doch auferstanden ? Weißt du, daß alle Leute einmal auferstehen werden? Right and wrong? Alle, denn die Auferstehung hat angefangen! Bei wem? Bei Gott. Bei Gott hat es angefangen. Als Er die Werke betrachtete, die vom Gegner totgeschlagen waren, dachte Er bei sich selbst: Ich werde sie erwecken. Erweckung fängt bei Gott an. Er weckt dich. Und welche Hand reicht er dir, um dich aus dem Elend emporzuheben? Seine Rechte. Und seine Rechte ist ja sein Sohn! Die Rechte Gottes. Und durch diesen Sohn sagt Er: Greift ihn, fasset diesen Menschen an. Wer an Ihn glaubt, glaubt auch an Mich, und so wirst du aus dem Trümmer , dem Elend deines Lebens, aus den toten Werken emporgehoben. Das ist ja Klasse !
 
Und dann das letzte Thema, das ewige Gericht, das werde ich ganz kurz fassen. Im Griechischen steht hier das Wort „Krima“, was Trennung bedeutet. Das Wort Gericht hat sehr viele Leute große Angst eingeflößt. Das Gericht fängt beim Haus Gottes an. Das erste Haus Gottes war Jesus, weil Gott in Ihm wohnte. In Ihm hat die Trennung zwischen Gutem und Bösem stattgefunden. Du wirst freigesprochen, denn es ist ein Urteilsspruch, ein Wort aus der Rechtswissenschaft . Ewiges Gericht, ein ewiges gerichtliches frei sein. Du bist frei, frei von Schuldbewußtsein ,  frei von Sünde, befreit von einem schlechten Selbstbild. Freiheit, was möchtest du noch mehr ?
 
Ich habe jetzt versucht, in ein paar Sätzen zusammenzufassen, was diese Lebens- prinzipien beinhalten. Ich möchte das durch folgende Gedanken und folgendes Gleichnis klar machen:
 
Liebe Leute, seht ihr, wie Gott hinter euch steht? Liebes Menschenkind, wie bist du so traurig? Wie mühst du dich ab? Schau mal auf Mich, Ich bin es, der dich umarmt, der dich aus dem Tod hoch zieht. Ich bringe dich in Mein Leben, das Ich mit dir teilen will. Weil Ich dich so liebe, gebe Ich dir von meinem Geist, von meinem liebevollem Selbst. Kommst du zu Mir? Mit meiner Hand fasse ich dein leicht verletzbares Wesen . Stehe mit Mir auf. Du bist frei, du bist wirklich frei, um völlig Mensch zu sein. Das ist unser Leben, ewiglich in Liebe beisammen sein. Amen.
 
Liebe Brüder und Schwestern, ich möchte jetzt nicht mit einem Gebet abschließen, sondern einen Psalm vorlesen, den man auch ein Gebet nennen könnte. Es ist Psalm 131.
 
Herr, mein Herz will nicht hoch hinaus, meine Augen sind nicht hochfahrend.
Ich gehe nicht mit Dingen um, die zu groß und zu wunderbar für mich sind.
Habe ich meine Seele nicht beschwichtigt und beruhigt? Wie ein entwöhntes
Kind bei seiner Mutter, wie ein entwöhntes Kind ist meine Seele in mir.
Harre, Israel, auf den Herrn von nun an bis in Ewigkeit.